Weg vom Ü-Bär-Gewicht

„Hallo, Herr Chrissly. Ich hätte Sie jetzt fast nicht erkannt!“

„Ach du Sch****, hast du abgenommen!“

„Du siehst so gesund aus.“

„You are not chubby anymore.“

 

 

Das sind einige der markantesten Sätze, die ich in jüngster Neuzeit zu hören bekam. Aber die Frage, die mir am häufigsten gestellt wurde, war: „Wie hast du das angestellt?“.

Ganz einfach……

 

Ich habe zwischen Ende 2013 bis April 2014 mit mäßigem Erfolg Gewicht verloren – leider auch nicht auf Dauer. Bis ich im April 2014 das 10 Weeks BodyChange Programm angefangen und bis heute (03/2016) ca. 21kg abgenommen habe.

 

Auf das Programm bin ich ganz banal durch die Fernsehwerbung aufmerksam geworden – „I  make you sexy“ – dieser Aussage MUSSTE Herr Chrissly ja auf den Leim gehen!

 

 

 

„10WBC“ steht für das „10 Weeks BodyChange“ Programm.

Ich weiß, was du jetzt denkst. „Bodychange? Ist das nicht dieser Typ, dieser D!? Das kann ja nur Abzocke sein! Funktioniert das überhaupt?“.

 

 

Die Basics

 

Was ist das 10 Weeks BodyChange Programm?

Das Programm basiert auf einer Ernährungsumstellung sowie einem Sportprogramm und dauert 10 Wochen. Der momentane Kostenpunkt liegt bei 89€.

Alternativ (habe ich gewählt) gibt es die Möglichkeit, sich für 1 Jahr bei 12,90€ monatlich zu verpflichten. Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass man nach den 10 Wochen des Programms automatisch in das Nachfolgeprogramm „Next“ aufgenommen wird. Auf Next werde ich am Ende des Artikels weiter eingehen.

 

Was beinhalten die 89€?

 

  • Zugang zu Ernährungs- und Kochvideos
  • Workoutvideos
  • Lebensmittellisten und Erläuterungen
  • Das Erfolgstool
  • Zugang zum Forum

Hier sollte auch erwähnt werden, dass es eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie gibt. Dementsprechend gering ist das finanzielle Risiko bei Nichtgefallen des Programms.

Das 10WBC-Programm basiert im Wesentlichen auf der Ernährung. Die Gesamtheit der Nahrungsmittel wird in 3 Kategorien eingeteilt:

Die Abnehmbeschleuniger

    • Gemüse
    • Fisch/Fleisch/Eier
    • Hülsenfrüchte

Die Abnehmverhinderer

    • Zucker
    • Kohlenhydrate aus z.B. Kartoffeln, Brot, Nudeln, etc.
    • Milchprodukte

Die Abnehmturbos, unter anderem:

    • Chili
    • Zimt
    • Ingwer

Hier fällt gleich auf, dass die Ernährung auf das „Low Carb“ Konzept ausgelegt ist. Konkret heißt das, dass Kartoffeln, Nudeln, Reis, Mehlspeisen und Zucker nicht konform sind. Dies kann Fluch sein, ist aber im Falle von BodyChange eigentlich ein Segen. Denn der liegt darin, dass im Konzept klar erklärt ist, was man zu sich nehmen darf und worauf man verzichten möchte. Ergo entfällt lästiges Kalorienzählen sowie weitestgehend die Portionskontrolle auch. Die Devise von BodyChange: „Von den erlaubten Lebensmitteln darfst du so viel essen, bis du satt bist!“.

Okay. Klingt aber doch ziemlich strikt, einseitig und nach Verzicht, oder?

Natürlich muss man hier auf vieles verzichten – aber nicht die ganze Zeit. An einem Tag der Woche darf man essen, was und wie viel man will – dem „Load Day“, unter BodyChangern auch LD abgekürzt. An diesem Tag gab es bei mir meist eines: Schokolade! Nein! Viel Schokolade, mitunter so viel, dass mir morgens schon schlecht war. Aber der LD war wie ein Mal die Woche Weihnachten zu feiern und hat mir ungemein geholfen, das Programm auch durchzuhalten. Ich denke, hier wird auch wieder klar, dass es sich beim Programm nicht um eine Diät handelt, sondern eine langfristige Ernährungsumstellung. Und um langfristig durchzuhalten, tut ein Tag ohne Regeln der Motivation und dem Durchhaltevermögen unglaublich gut.

Ein weiterer Bestandteil, der sehr motiviert, ist das Erfolgstool. Denn Grundlage des Konzeptes ist es, nicht nur stur das Gewicht zu überwachen, sondern auch die Maße.

Zu Anfang wird man dazu aufgefordert, sowohl ein Foto zu machen, als auch den Oberschenkel-, Taillen- und Hüftumfang zu messen – ein guter Ansatz, wie ich finde, denn das Gewicht schwankt doch mitunter sport- und hormonbedingt.

Das Erfolgstool fasst dann die Daten in einer Liniengrafik schön zusammen und stellt gleichzeitig den Grad der Zielerreichung dar. Viele wird eben diese grafische Darstellung motivieren.

Die Daten werden wöchentlich am Morgen des Load Days ermittelt. Vor dem Frühstück und idealerweise nach dem morgendlichen Toilettengang wird gewogen, gemessen, fotografiert und alles in das Erfolgstool eingetragen. Und spätestens hier wird klar: wird sich an die Regeln des Programms gehalten, funktioniert es.

Das Sportkonzept sieht 2 Workouts pro Woche vor. Diese beginnen ab Woche 3, da die ersten beiden Wochen ausschließlich der Ernährungsumstellung gewidmet sein sollen und man sich erst an die neue Ernährung gewöhnen muss.

Die Workouts sind online abrufbar und gut zuhause durchzuführen. Sie dauern maximal 20 Minuten und sind in der Regel sehr „nachbarfreundlich“ – alle Übungen sind auch in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses durchführbar, ohne dass die Nachbarn belästigt werden. Das einzige Equipment, das benötigt, beziehungsweise empfohlen wird, ist eine Iso- oder Yoga-Matte. Gerade für die Liegestütze empfiehlt es sich, eine weiche und vor allem rutschfeste Matte zu benutzen.

Das ist aber auch schon alles und man kann sofort loslegen, zusammen mit D! zu trainieren.

Letzte Ressentiments, die ich gegenüber ihm hatte, waren spätestens nach dem 1. Workout mit ihm zerstreut, denn wie er sich hier genau so abkämpft wie man selbst und wie er einem mit Worten nach Beendigung auf die Schulter klopft, ist sehr sympathisch.

Für Sport-Frischlinge ist das Sportprogramm durchaus machbar und steigert sich auch nur langsam.

Trotz der laut Programm geplanten ersten zwei Wochen ohne Workouts können alteingesessene Sportler natürlich auch weiterhin ihr Sportprogramm absolvieren und müssen nicht zwangspausieren.

Das Wichtigste ist jedoch der Zugang zum 10WBC Forum. Hier kann sich nach Belieben mit anderen Nutzern über Lebensmittel, Rezepte und Sport austauschen kann. Hier werden viele Fragen geklärt, die man gerade auch in der ersten Zeit hat.

 

 

Das NeXt-Programm

 

Das Next-Programm ist für die Zeit nach den 10 Wochen vorgesehen. Hier muss grundlegend entschieden werden, ob man mit dem erreichten Gewicht zufrieden ist oder nicht. Es stellt sich also die Frage:

Will ich weiter Gewicht verlieren oder mein jetziges Gewicht halten?

Basierend auf dieser Entscheidung wird man dann entweder das Essverhalten des 10WBC-Programms beibehalten oder leichte Lockerungen vornehmen. Dies kann beispielsweise über eine Anzahl X an „normalen“ Frühstücken oder Mittagessen oder vielleicht durch das Einführen eines zweiten Load Days passieren.

Man erhält weiterhin neue Rezepte (Neuerung: auch Rezepte, die für NeXt gemacht, also nicht zwangsweise 10WBC-konform sein müssen), neue Workouts (der Kettlebell, eine Kugelhantel sollte angeschafft werden; die Workouts sind jetzt auch länger und es wird empfohlen, vorher ca. 40 Minuten laufen zu gehen als Warmup) und als kleinen Bonus neue Motivationsvideos. Diese helfen einem, auch weiter bei der Stange zu bleiben.

Aber das wichtigste ist, dass man auch weiterhin Zugang zum Forum hat, was meines Erachtens den Beitrag für das NeXt-Programm rechtfertigt.

 

 

Fazit:

 

 

Okay, ganz einfach war es also nicht. Ich habe das Programm abonniert und habe mich erst mal ziemlich alleingelassen gefühlt. Klar, man hat ein kurzes Einführungsvideo bekommen und eine PDF, in der das Ernährungskonzept erklärt wird und wie das Sportprogramm ablaufen wird und dann noch ein Kochvideo, sowie eines, in dem erklärt wird, wie man die Maße für das Erfolgstool ermittelt.

Und das war es dann auch. Ich war zuerst verwirrt, weil ich keinen einengenden Ernährungsplan gefunden habe, mit Rezepten und Einkaufslisten.

Aber das ist in diesem Programm auch gar nicht vorgesehen. Es gibt zwar Rezeptsammlungen des Programms (einige auch von den Nutzern selbst zusammengestellt, wie z.B. unter http://www.teilehmerkochbuch.de ), aber diese dienen nur der Orientierung.

Man weiß, was man essen darf und was nicht.

Die Community im Forum beantwortet stets schnell und kompetent die Fragen der Neulinge (häufigste Antwort, die ich dort lese, ist: „lies dir das Ernährungskonzept und die FAQs durch, da steht alles drin.“) und was das Programm an sich versäumt, vermittelt das Forum.

Der Sport macht Spaß und hat mich regelrecht angefixt:

  • Ich bin zum Läufer mutiert (Wettkämpfe inklusive)
  • Ich habe das Rauchen aufgehört
  • Ich habe ca. 21 kg verloren

Okay, ich habe auch:

  • Oft auf Dinge verzichtet
  • Oft hinterfragt, ob „nothing tastes as good as skinny feels“ wirklich stimmt. Das kann ich auch heute noch nicht beantworten, denn skinny bin ich ja noch nicht
  • Oft geflucht, wenn ich mich doch nicht konform ernährt habe

 

Hat es sich für mich gelohnt?

Aber hallo, das hat es. Ich habe einen neuen Freund gewonnen in der fitten, motivierten und positiven Person, die ich heute sein darf. Ich habe verstanden, wie mein Körper funktioniert und was ich ihm zuführen muss und was ich weglassen sollte.

 

„Ich bin ein anderer Mensch“ klingt oft nach Klischee – jedoch wüsste ich nicht, was zutreffender wäre auf mich und mein neues Ich.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Chef Alemán sagt:

    Sieht gesund und Lecker aus 🙂

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  2. chrisslyblog sagt:

    Das war es auch. Kleiner Geheimtipp: Das Frühstücksbuffet im Sheraton am Frankfurter Flughafen ist schlichtweg das Beste, das ich je besuchen durfte 🙂 Lohnt sich in jedem Falle!

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